Der teure Teil sind nicht die Fehltage.
Wer fehlt, fehlt sichtbar. Teurer ist der Teil, den niemand im Kalender sieht: Anwesende, die da sind und trotzdem nicht leistungsfähig. Entscheidungen dauern länger, Fehler häufen sich, Projekte verlieren Tempo.
Erschöpfung wird meist als Haltungsfrage behandelt. Oft ist sie eine Frage von Stoffwechsel, Nährstoffversorgung und Regeneration — und damit messbar.
Ein Laborwert zeigt, wo genauer hinzusehen ist — die Deutung gehört in fachkundige Hände.
Genau dafür sind die ORY Experten da: Sie ordnen die Werte gemeinsam mit der jeweiligen Person ein und begleiten sie über den Befund hinaus — Ärztinnen, Ärzte und Heilpraktiker aus unserem Netzwerk.
Vier Bausteine
Stresshormone im Tagesverlauf
Cortisol folgt normalerweise einem klaren Rhythmus — morgens hoch, abends niedrig. Unter Dauerbelastung kann sich dieser Verlauf abflachen oder verschieben. Messbar über vier Speichelproben an einem Tag.
Nährstoffe als Cofaktoren
Der Körper braucht Vitamin B6, B12 und B3, um Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin überhaupt herzustellen. Fehlen sie, hilft auch der beste Vorsatz nichts — Antrieb und Konzentration sind dann ein Materialproblem, kein Willensproblem.
Regenerationsfähigkeit
Erholung ist ein aktiver Vorgang. Laktat, Pyruvat und Carnitin zeigen, wie gut die Mitochondrien — die Kraftwerke der Zellen — arbeiten. Wer sich trotz Schlaf nicht erholt, hat oft hier ein Thema.
Zuerst das Naheliegende
Schilddrüsenunterfunktion, Eisenmangel und Blutarmut fühlen sich fast genauso an wie Erschöpfung — und lassen sich für wenig Geld ausschließen. Das gehört an den Anfang, nicht ans Ende.
Wir messen nicht Krankheit. Wir messen Funktion.
Die klassische Labordiagnostik fragt: Liegt ein Wert außerhalb des Normbereichs? Das beantwortet, ob jemand krank ist — aber nicht, wie gut der Körper arbeitet, solange er es noch schafft.
Funktionelle Diagnostik setzt früher an. Sie schaut auf die Größen, die bestimmen, wie stabil jemand über Jahre bleibt: ob genug Nährstoffe da sind, um Botenstoffe zu bilden. Ob die Zellen ihre Energie noch sauber gewinnen. Ob sich der Hormonrhythmus verschoben hat. Ob eine stille Entzündung mitläuft.
Das sind Messwerte, keine Diagnosen. Aber sie zeigen eine Entwicklung, bevor daraus ein Befund wird — und genau darin liegt der Sinn von Prävention.
Versorgung. Was der Körper braucht, um seine Aufgaben zu erledigen — Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren.
Energiegewinnung. Wie gut die Zellen aus dem, was da ist, tatsächlich Leistung machen.
Rhythmus. Ob Anspannung und Erholung noch im Takt sind — messbar am Hormonverlauf über den Tag.
Belastungszeichen. Stille Entzündung und Stoffwechselspuren, die lange vor Beschwerden auftreten.
Rechnen Sie nach, was in Ihrem Betrieb liegen bleibt.
Eine Modellrechnung, keine Messung. Alle Annahmen liegen offen und lassen sich ändern — das Ergebnis ändert sich mit.
Grundlage der Vorschlagswerte: Arbeitskosten je geleisteter Arbeitsstunde nach Wirtschaftszweig, Statistisches Bundesamt, Jahr 2025 (Gesamtwirtschaft 45,00 € je Stunde). Umgerechnet auf einen Achtstundentag. „Handwerk“ ist kein eigener Wirtschaftsabschnitt der amtlichen Statistik; hinterlegt ist der Wert des Baugewerbes.
Zwei Wege, je nach Fragestellung
Beide Analysen nehmen die Teilnehmenden zu Hause ab. Der Befund liegt in der Regel 7–21 Tage nach Probeneingang vor und wird mit einem Behandler besprochen.
Cortisol-Tagesprofil
Der Stresshormon-Verlauf über einen Tag. Zeigt, ob sich der Rhythmus abgeflacht oder verschoben hat — das Signal, das bei anhaltender Belastung am frühesten kippt. Niedrige Schwelle, gut für eine erste breite Runde im Team.
Speichelproben über den Tag verteilt
Prevent 360
75 Werte aus einer Kapillarblutprobe: Nährstoffe, Hormone und Stress einschließlich Cortisol-Tagesprofil, Stoffwechsel und Fettwerte, Entzündung, Aminosäuren und Neurotransmitter. Für alle vier Bausteine oben in einer Analyse — Energie, Nährstoffversorgung, Regeneration und die naheliegenden Ursachen.
Kapillarblut, 120 Mikroliter · 75 Parameter
Für andere Fragestellungen — Schilddrüse, Eisenstatus, Darm, Schlaf — gibt es weitere Analysen im Sortiment.
Alle AnalysenAblauf in vier Schritten
Team einladen
Sie geben den Zugang frei. Die Teilnahme ist freiwillig und ohne Nachteil — auch eine Absage bleibt ohne Folgen.
Fragebogen
Eine Selbsteinschätzung in wenigen Minuten, anonym. Sie ordnet ein, wo eine Messung sinnvoll ist — eine Diagnose ist sie nicht.
Diagnostik
Probenahme zu Hause oder bei einem Behandler, ausgewertet in einem medizinischen Fachlabor.
Auswertungsgespräch
Ein Mensch geht die Werte mit der Person durch: was auffällt, was es bedeutet, was als nächstes sinnvoll ist.
Sie erfahren, wo das Team steht. Nicht, wie es einer Person geht.
Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt. Deshalb ist die Auswertung von Anfang an getrennt gebaut — nicht als Zusatz, sondern als Konstruktionsprinzip.
Der Befund gehört der Person. Er geht über einen eigenen Zugang direkt an sie.
Der Arbeitgeber erhält nie personenbezogene Ergebnisse — nur aggregiert, ab einer Mindestgruppengröße.
Teilnahme freiwillig. Wer nicht teilnimmt, hat daraus keinen Nachteil.
Was Arbeitgeber uns am häufigsten fragen
Erhalten wir als Arbeitgeber die Laborwerte unserer Mitarbeitenden?
Nein. Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt. Der Befund geht über einen eigenen Zugang direkt an die untersuchte Person und an den Behandler, den sie wählt. Sie erhalten ausschließlich eine aggregierte Auswertung ab einer Mindestgruppengröße — und erfahren nicht einmal, wer teilgenommen hat.
Kann ein Laborwert ein Burnout nachweisen?
Nein. Laborwerte sind Hinweise, keine Beweise. Ein verändertes Cortisol-Tagesprofil kann viele Ursachen haben — Schichtarbeit, Infekte, Medikamente, Schlafmangel. Die Werte werden immer im Zusammenhang mit den Beschwerden von einem Behandler beurteilt und ersetzen keine ärztliche Untersuchung.
Was kostet das pro Person?
Das Cortisol-Tagesprofil kostet 155,00 Euro je Person, Prevent 360 mit 75 Werten aus Kapillarblut kostet 325,00 Euro je Person. Welcher Umfang sinnvoll ist, hängt von der Ausgangslage ab — das klären wir im Beratungsgespräch.
Ist die Teilnahme für Mitarbeitende freiwillig?
Ja, und das ist die Bedingung, unter der das Angebot überhaupt zulässig ist. Wer nicht teilnimmt, muss das nicht begründen und hat daraus keinen Nachteil. Die Information der Belegschaft übernehmen wir, nicht Ihre Personalabteilung.
Wie lange dauert es bis zum Befund?
In der Regel 7 bis 21 Tage ab Probeneingang im Labor. Die Probenahme erfolgt zu Hause; für Blutuntersuchungen vermitteln wir eine Entnahmestelle. Zum Befund gehört ein Auswertungsgespräch mit einem Behandler.
Woher stammen die Zahlen im Kostenrechner?
Die Vorschlagswerte für die Kosten je Ausfalltag beruhen auf den Arbeitskosten je geleisteter Arbeitsstunde nach Wirtschaftszweig des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2025, umgerechnet auf einen Achtstundentag. Alle weiteren Annahmen sind im Formular sichtbar und veränderbar. Das Ergebnis ist eine Modellrechnung, keine Messung.
Was ist der Unterschied zwischen dem Fragebogen und der Laboranalyse?
Der Fragebogen ist eine Selbsteinschätzung: Er misst, wie sich die Belastung anfühlt, und ordnet ein, ob eine Messung sinnvoll ist. Er ist keine Diagnose und kein validiertes Verfahren. Die Laboranalyse misst, was im Körper messbar ist — Stresshormone, Nährstoffe als Cofaktoren, Regenerationsfähigkeit.
Sprechen wir über Ihr Team.
Ein Beratungsgespräch, in dem wir klären, wie ein Programm für Ihre Belegschaft aussehen könnte — Umfang, Ablauf, Kosten. Ohne Verpflichtung.